Lehrhaus bezeichnet eine im 20. Jh. in Deutschland entstandene Lernmethode, die jüdisches Lernen für alle zugänglich macht, d.h. Juden, Christen und Muslime lernen gemeinsam religiöse Texte und Themen und begegnen einander. Texte und Begegnungen sind dabei gleich wichtig. Lehrhaus-Lernen versucht durch dieses Miteinander den Transfer jüdischen Lernens in die Gesellschaft. Für die meisten Lehrhaus-Angebote sind keine Vorkenntnisse nötig.
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Online einstündige Abend-Vorträge von Experten zu Kultur und Geschichte des Judentums (online). In Zusammenarbeit mit dem Bildungsforum Bonn.
Was haben Stolpersteine mit Demokratie zu tun? Erinnerungskultur in Zeiten des Umbruchs
Mi 29.10.2025 | 19.00 Uhr
Dr. Marina Sassenberg
Online-Veranstaltung per Zoom.
Mendelssohn über das Christentum
Do 13.11.025 | 19.00 Uhr
Prof. Dr. Christoph Schulte
Online-Veranstaltung per Zoom.
Der Einfluss des Islams auf das Judentum – The impact of Islam on Judaism
Mo 19.01.2026 | 19.00 Uhr
Rabbi Dr. Michael Hilton
Online-Veranstaltung per Zoom.
Richard Lichtheim (1885-1963): Zwischen deutscher und zionistischer Bewegung und internationaler Diplomatie
Februar 2026
Dr. Andrea Kirchner
Online-Veranstaltung per Zoom.
Gemeinsames Lernen religiöser Texte in einer interaktiven Weise. Die Texte, die wir lernen, sind klassische rabbinische Texte, Ausschnitte aus Werken jüdischen Religionsphilosophinnen und -philosophen, aktuelle Responsa zu religionsrechtlichen Fragen, und ähnliches. Gemeinsam versuchen wir zu erkunden, was die Texte sagen und tauschen uns darüber aus, was wir zu diesem oder jenem Thema, das der Text für uns aufwirft, aus jeweils unserer eigenen Perspektive denken. Alle Texte werden sowohl in der Originalsprache als auch in der Übersetzung präsentiert, es sind keine Vorkenntnisse nötig, aber wer bereits Kenntnisse hat, wird ebenfalls auf seinem Niveau lernen können. „Tora lischma“ bedeutet, religiöse Texte um ihrer selbst willen lernen, zweckfrei. Auf diese Weise geben die Texte die Chance, im Gespräch ganz neue Blickweisen auf uns selbst, auf die Welt und auf unsere Religionen zu ermöglichen.
Mischna Avodah Zara – Über das Verhältnis zu anderen Religionen.
In Fortsetzung zu den Tora Lishma Kursen zum Traktat Berachot und Schabbat werden wir uns in diesem Semester mit dem Mischna-Traktat „Avoda Zara“ (Götzendienst) beschäftigen. In ihm geht es um das Leben in einer nichtjüdischen Umwelt, um die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden und um Wein.
HYBRID-Veranstaltung (PRÄSENZ & ONLINE)
Zeit und Ort werden in Kürze bekannt gegeben.
Beschäftigung mit den Sprachen des Judentums in einer leicht zugänglichen und spielerischen Weise und gemeinsames Lernen von Texten in den Orginalsprachen. Bei der Beschäftigung mit Texten in dieser Reihe wird der Text in der Originalsprache gelesen. Das Niveau richtet sich stets nach den Vorkenntnissen, die die Teilnehmenden mitbringen. Wichtig im Lehrhaus ist, dass Lernen Spaß und Freude machen soll und die zwischenmenschlichen Begegnungen gleich wichtig sind, wie die Beschäftigungen mit den Inhalten.
Ausgewählte hebräische Texte aus Bibel, Mischna und Midrasch zum Thema: TIERE.
Wir lesen und übersetzen ausgewählte Texte und diskutieren über ihre Bedeutung. Vorraussetzung: Teilnehmer/innen sollten Hebräisch Lesen können und minimale Grundkenntnisse der Hebräischen Grammatik haben.
Präsenzveranstaltung.
Ort und Zeit werden in Kürze bekanntgegeben werden.
Interreligiöse Gastfreundschaft erleben. Einige jüdische Feste eigenen sich dazu, sie mit Gästen anderer Religionen zu feiern, wie der Tu biSchwat Seder. Andere Feste können mit Gästen anderer Religionen erlebt werden, wie z.B. Chanukka oder Tikkun Leil Schawuot Lernen. Andere Feiern wurden in den letzten Jahrzehnten bewusst beschaffen, um Begegnung zu ermöglichen und Vertrauen zu lernen, wie z.B. der interreligiöse Frauenseder. In unregelmässigen Abständen feiern wir im Lehrhaus zusammen, passend zur Jahreszeit.
Jeden Donnerstag
14:00 – 14:30
Multireligiöses Gebet
Bonn
1x im Monat
Dienstags
16:00 – 16:30
Multireligiöses Gebet
Köln
Allgemeinverständliche Vorträge mit anschließender Frage-und-Antwort Runde, die in einen Aspekt des Judentums einführen. Jeder Vortrags-Abend steht für sich allein. Die Vorträge sind präsenz-Vorträge. Der Ort wird nach der Anmeldung mitgeteilt werden. In Zusammenarbeit mit der VHS Bonn.
Gebet im Judentum, Christentum und Islam
In diesem multireligiösen Vortrag stellen Dr. Annette M. Boeckler, Dr. Nasrin Bani Assadi und Dr. Markus Adolphs Bedeutung, Form und Praxis des Betens im Judentum, Christentum und Islam vor. Wir beleuchten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Gebetsinhalten, -zeiten und -ritualen und erkunden, welche Rolle das Gebet in der jeweiligen Religion spielt. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch, Verständnis und gegenseitiges Lernen – auch für Menschen ohne religiöse Vorkenntnisse.
EINTRITT FREI
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Bonn.
Donnerstag, 11. September 2025
18:00–20:00 Uhr
Informationsbesuch Kuppel-Kirchturm-Minarett
Tripartite Exkursion durch jüdische, christliche und muslimische Gebetshäuser in Bonn
Wir erkunden, welche Bedeutung der Raum und der sakrale Ort im Judentum, Christentum und im Islam haben, warum der Raum so gestaltet ist, wie er ist, und warum bestimmte Orte und Räume in einer Religion als sakral gelten und in anderen Traditionen nicht. Vor Ort kommen wir als Angehörige verschiedener Religionen miteinander ins Gespräch und entdecken an anderen Orten Neues oder auch Aspekte unserer eigenen Traditionen in ganz neuem Licht.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der VHS Bonn.